E-Mail - Einrichtung des SMTP eMail Moduls
Inhalt
- 1 Berechtigungsobjekte einrichten
- 2 Registry Keys
- 3 Signaturen erstellen und speichern
- 4 Regelsystem für den eMail-Betreff
- 5 Regelsystem für den eMail Dateinamen anhängen
- 6 Regelsystem für die Einleitung einer eMail
- 7 Verschlüsselungsart einstellen
- 8 UTF-8 Schriftzeichen im Text- und HTML-Editor
- 9 Mail-Authentifizierung über OAuth2 (optional 2FA)
Funktion im Auftrag
Berechtigungsobjekte einrichten
Für die Signaturen sollten noch Berechtigungen gesetzt werden, damit dessen Benutzung nach klar definierten Vorgaben stattfinden kann.
MAILHTML
Erlaubt die Benutzung des HTML-Modus.
Sobald dieses Berechtigungsobjekt gesetzt wird, startet das E-Mail-Modul automatisch im HTML-Modus.
Es kann jederzeit in den Textmodus gewechselt werden.
Anlegen, Bearbeiten, Druck und Anzeige werden nicht gesondert abgefragt.
Für die nachfolgenden Berechtigungen gilt:
Folgende Checkboxen steuern Berechtigungsfunktionen im E-Mail Modul:
Anlegen erlaubt das Anlegen und Speichern einer Signatur
Bearbeiten erlaubt das Bearbeiten einer Signatur.
Druck hat keine Funktion.
Anzeigen erlaubt die Auswahl und Verwendung einer angelegten Signatur.
Berechtigungsobjekt | Berechtigung |
|---|---|
MAILSIGNGLB | Anlegen und Ändern der globalen Signatur. Die globale Signatur sollte einmalig pro Mandant angelegt werden. |
MAILSIGNSTD | Anlegen und Ändern der Standardsignatur pro Mitarbeiter. Die Standardsignatur kann einmalig angelegt werden, wenn eine Signatur abweichend von der Globalen erforderlich ist. |
Registry Keys
Beim Start von CargoSoft prüft die Anwendung für globale und user-eigene Signatur auf folgende Keys aus der Registry: HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\MMI\SEESPED\Applikation\ClientType.
Bei: WIN, ist die Zeichenfolge hier anzulegen: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\MMI\SEESPED\Formgen\Signatur\
Bei: CITRIX, ist die Zeichenfolge hier anzulegen: HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\MMI\SEESPED\Formgen\Signatur\
Signaturen erstellen und speichern
Die Signaturen können als globale Signaturen für alle Benutzer oder als individuelle Signaturen pro Benutzer hinterlegt werden.
Für die Signaturen können Freitexte oder Elemente aus dem Signaturen-Baukasten verwendet werden.
Es stehen nur die Funktionen Globale Signatur und Standard Signatur (Mitarbeiter) zur Verfügung.
Das Fenster zur Bearbeitung von Signaturen öffnen Sie über das Icon Signatur bearbeiten.
Haben Sie noch keine Signatur angelegt, können Sie im unteren Textfeldbereich Inhalte einfügen.
Es kann Freitext eingegeben oder auch Platzhalter und Textbausteine verwendet werden.Bearbeiten Sie bereits angelegte Signatur über Doppelklick oder Sie markieren die gewünschte Signatur und wechseln über das Icon Signatur bearbeiten in den Bearbeiten-Modus.
Speichern Sie die Signaturen über die jeweilige Diskette (globale Signatur oder Standard-Signatur) in der Funktionsleiste.
Verlassen Sie die Bearbeitung über das Icon Signatur verlassen in der Menüleiste.
Regelsystem für den eMail-Betreff
Es können Regeln für den Betreff der eMails definiert werden.
Diese Regeln können entweder speziell für ein Dokument gelten oder allgemein für alle erstellten und an das eMail-Modul gesendeten Dokumente.
Konfiguration Formulare
In den Stammdaten ADMIN → FORMULARE → FORMULARE gibt es das Feld E-Mail Betreff.
Hier kann via Doppelklick eine Liste geöffnet werden, in der Bausteine für den Betreff ausgewählt werden können.Es kann ein Objekt ausgewählt werden oder mit Zuhilfenahme der STRG-Taste mehrere Objekte ausgewählt werden. Klicken Sie anschließend auf Übernehmen.
Es werden anschließend Platzhalter in eckigen Klammern eingefügt:
Zusätzlich können Sie auch Freitext in das Feld eintragen.
Speichern Sie die Änderungen.
Für dieses eine Dokument wird der Betreff der eMail entsprechend den Vorgaben bei der Funktion Senden an: E-Mail vorbelegt.
Konfiguration Niederlassung
In den Stammdaten FIRMA → NIEDERLASSUNG → Reiter Adressdaten in NIEDERLASSUNGEN gibt es die Felder Präfix und E-Mail Betreff.
Das Feld E-Mail Betreff funktioniert genauso wie oben beschrieben.
In das Feld Präfix können Sie ein Präfix für den Betreff angeben.
Das Präfix wird dem Betreff immer voran gestellt.
Das Präfix aus der Niederlassung kann auch unter Formulare Verwendung finden.
Wird nun ein Dokument via Senden an: E-Mail an das E-Mail Modul übergeben, wird zuerst geprüft, ob eine spezielle Regel für das Dokument unter ADMIN → FORMULARE → FORMULARE existiert.
→ Sofern dies nicht der Fall ist, greift die Regel aus den Niederlassungsstammdaten. Dann allerdings auch für alle Dokumente, die keine eigene definierte Regel haben.
Zusätzliche Informationen
Wird in dem Firmenstamm und in den Formularen keine Regel definiert, greift die alte Funktion mit der Vorbelegung der Positionsnummer.
Werden mehrere Dokumente markiert und an das eMail- Modul übergeben, werden auch mehrere Regeln abgefragt und entsprechend eingesetzt.
Die maximale Betreff-Länge wurde auf 100 Zeichen beschränkt.
Das Präfix wird bei mehreren Dokumenten nur einmal angefügt.
Beachten Sie die Spracheinstellung für die Formulare.
Im Formgen wird eine Standardsprache pro Report hinterlegt.
Die Sprache kann im Auftrag auf dem Reiter Formluare → Formulare → Unterreiter Adressen geändert werden.
Regelsystem für den eMail Dateinamen anhängen
Die Regeln für die Namensgebung der Dateianhänge sind exakt so anzuwenden wie das Regelsystem für den E-Mail Betreff.
Die verwendeten Felder in den Niederlassungsstammdaten sind:
Präfix (wird zusammen mit dem E-Mail Betreff verwendet)
E-Mail Dateiregel
Das verwendete Feld in den Formularstammdaten ist:
E-Mail Dateiregel
Regelsystem für die Einleitung einer eMail
In den Stammdaten ADMIN → FORMULARE → FORMULARE kann im Feld E-Mail Textbaustein ein Textbaustein für die Anrede in einer E-Mail hinzugefügt werden.
Der hier hinterlegte Textbaustein wird im E-Mail Fenster in oberster Zeile eingefügt.
Verschlüsselungsart einstellen
Der eMail-Versand über SMTP kann verschlüsselt via SSL oder TLS erfolgen.
Normalerweise wird die Art der Verschlüsselung automatisch gewählt.
Sollte dies nicht funktionieren kann unter FIRMA → MAIL im Feld Verschlüsselung eine Art hinterlegt werden.
UTF-8 Schriftzeichen im Text- und HTML-Editor
Im E-Mail-Modul können UTF8-Zeichen (zB. Chinesisch) uneingeschränkt verwendet werden. Die Zeichen werden nicht zu Platzhaltern konvertiert.
Um auf die vorherige ANSI-Codierung zurückzukehren, ist in der Global-Settings-Tabelle der Schlüssel [EDITOR_ENCODING] mit dem Wert [EncodingAnsi!] zu hinterlegen.
Mail-Authentifizierung über OAuth2 (optional 2FA)
Es wurde die SMTP-Authentifizierung um den modernen OAuth2-Standard erweitert.
Dadurch können E-Mails im TMS nicht mehr nur klassisch per SMTP AUTH (Benutzername/Passwort) versendet werden, sondern wahlweise über OAuth2 – optional mit Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).
Diese Erweiterung erhöht die Sicherheit erheblich, da keine dauerhaften Passwörter im System gespeichert werden müssen und der Zugriff granular gesteuert werden kann.
Vorteile:
Keine Speicherung von Passwörtern im TMS – stattdessen zeitlich begrenzte Tokens
Unterstützung von 2FA für maximale Sicherheit
Schutz vor Phishing, Brute-Force- und Replay-Angriffen
Einhaltung moderner Sicherheitsstandards
Technische Voraussetzungen
Auron Email-Komponente Version 6.3.2 oder höher
CSExtensions.DLL Version 2025.1.0.207 oder höher
SMTP-Server mit OAuth2-Unterstützung (z. B. Google, Microsoft, KeyCloak)
Autorisierungsserver und eingerichteter OAuth2-Client
Einstellungen für OAuth2-/2FA-SMTP-Authentifizierung
Damit der E-Mail-Versand im TMS künftig über OAuth2 (optional mit 2FA) erfolgen kann, müssen die Stammdaten wie folgt angepasst werden:
Stammdaten → Firma → Mail → für entsprechende Niederlassung(en) → Mailcode: SMTP
Stammdaten → Firma → Mail → für entsprechende Niederlassung(en) → Verschlüsselung: OAUTH2
Stammdaten → Admin → Urls → für entsprechende Mandanten → Schlüssel SMPT_OAUTH2 anlegen.Sofern für unterschiedliche Niederlassungen unterschiedliche Einträge im Mailstamm gemacht wurden, kann hier auch entsprechend unterschieden werden. Also unterschiedliche Autorisierungsserver angesprochen werden.
Stammdaten → Admin → Urls → für entsprechende Mandanten → im Schlüssel SMPT_OAUTH2 in den Bezeichnern OAUTH2_xxx die Zugangsdaten zum Autorisierungsserver hinterlegen.
Bezeichnung | Erläuterung | Standarswert |
|
|---|---|---|---|
OAUTH2_AAA_HINWEIS | optionaler Beschreibungstext | <leer> |
|
OAUTH2_FLOW | Art des OAuth2-Flows (im TMS nur Authorization Code Flow) | OAUTH2_FLOW_AUTHCODE |
|
OAUTH2_CLIENT_ID | Client-ID vom Autorisierungsserver (z. B. Google Cloud, Azure, KeyCloak) |
|
|
OAUTH2_CLIENT_SECRET | Geheimer Schlüssel vom Autorisierungsserver (verschlüsselt speichern) |
|
|
OAUTH2_AUTHORIZATION_CODE_URL | URL zur Login-Seite des Anbieters |
| |
OAUTH2_DEVICE_CODE_URL | URL für Nutzung des “Device Code Flow”. Nutzt das TMS nicht. | <leer> |
|
OAUTH2_REDIRECT_URL | Rücksprungadresse nach erfolgreicher Anmeldung |
| |
OAUTH2_SCOPE | Angefragte Berechtigungen In unserem Beispiel die Berechtigung zum Mail versenden. |
| |
OAUTH2_TOKEN_EXCHANGE_TIMEOUT_MS | die Zeit in Millisekunden bis die Frage im TMS erscheint, ob man noch länger warten möchte | 120000 |
|
OAUTH2_TOKEN_EXCHANGE_URL | URL zum Abruf/Erneuern des Tokens |
|
Falls unterschiedliche Niederlassungen mit verschiedene OAuth2-Anbieter (z. B. Google, Microsoft, KeyCloak) genutzt werden, muss je Niederlassung der passende Eintrag in Mailstamm gepflegt sein.
Im URL Bereich muss ebenfalls für jede Variante ein eigener SMTP_0AUTH2 Schlüssel, angelegt sein.
Ablauf der OAuth2/2FA-Anmeldung
Beim ersten Mailversand über Extras → E-Mail , öffnet sich automatisch die Anmeldeseite des Anbieters (z. B. Google).
Der Benutzer meldet sich mit Benutzername & Passwort an.
Falls konfiguriert, erfolgt die Eingabe des 2FA-Codes (App, SMS oder Token).
Zustimmung zur Nutzung durch das TMS bestätigen
Nach erfolgreicher Anmeldung erhält das TMS den Token und speichert ihn für die aktuelle Sitzung
Eine Anmeldung bei dem Anbieter bezieht sich immer auf die aktuelle Sitzung im TMS. Wird nach erfolgreicher Anmeldung bei z.B. Google das TMS geschlossen, ist eine erneute Authentifizierung notwendig.