NCTS Bürgschaftsverwaltung Zodiak GE
Inhaltsverzeichnis
- 1 ZODIAK GE-Bürgschaft aus CargoSoft bebuchen
- 1.1 In ZODIAK GE einrichten
- 1.2 In CargoSoft einrichten
- 1.3 Auslastung der Bürgschaft in ZODIAK GE beim Prüfen/Senden des Versandantrages im TMS prüfen
- 1.4 Versandantrag mit Bürgschaftsdaten senden
- 1.5 Belastung der Bürgschaft und Versandantrag erfolgreich an ATLAS übertragen
- 1.6 Belastung der Bürgschaft nicht erfolgreich
- 1.7 Belastung der Bürgschaft erfolgreich, aber Fehler im Versandantrag
- 1.8 Entlastungsmeldung
Stammdaten
ZODIAK GE-Bürgschaft aus CargoSoft bebuchen
Wird eine Versandanmeldung (Box-Nachricht VA) mit Bürgschaftsdaten erstellt, also eine GRN im Versandantrag erfasst, so wird erwartet, dass in ZODIAK GE ein Bürgschaftskonto zu dieser GRN eingerichtet ist.
Mit der Verarbeitung des Versandantrages in GE wird automatisch im Bürgschaftskonto eine Reservierung angelegt.
In ZODIAK GE ist zu jeder Versandanmeldung mit Bürgschaftskonto (GRN) grundsätzlich immer eine Bürgschaftsbuchung erforderlich. Diese Bürgschaftsbuchung wird automatisch angelegt. Kann eine Bürgschaftsbuchung nicht angelegt werden, so ist die Versandanmeldung nicht sendefähig und wird nicht an ATLAS übertragen.
Für alle NCTS-Kunden mit Bürgschaftskonto ist in ZODIAK GE die Bürgschaft einzurichten.
In ZODIAK GE einrichten
Sämtliche Bürgschaftsangaben inkl. Wertgrenzen werden hierbei in ZODIAK gepflegt.
Kontoauszüge/Listen über die Buchungen sind über ZODIAK zu erzeugen.
Die Einrichtung der Bürgschaft in ZODIAK GE erfolgt durch CargoSoft/DAKOSY.
Automatischer Reportversand
Im Standard ist der Report SYS_NCTS_GUARANTEE_LIST_NCTS10_AUTOMATIC in GE aktiviert.
Dieser kann in einem täglichen Intervall automatisch per E-Mail versendet werden.
Automatisches Löschen von Bürgschafts-Reservierungen
Es kann in GE ein Intervall definiert werden, wann Reservierungen automatisch gelöscht werden.
Im Standard werden Reservierungen nach 14 Tagen gelöscht.
Hinterlegen einer Warngrenze mit Mailverteiler
In GE kann ein Schwellwert hinterlegt werden, ab dem eine Warnung per E-Mail an eine definierte E-Mailadresse gesendet werden soll.
In CargoSoft einrichten
Für die Vorbelegung der NCTS Sicherheit im Versandantrag hinterlegen Sie diese in der
der Adresse des Verfahrens-/Bewilligungsinhabers: Reiter Zoll → Unterreiter NCTS Sicherheiten.
Auslastung der Bürgschaft in ZODIAK GE beim Prüfen/Senden des Versandantrages im TMS prüfen
Der Webservice für die Bürgschaftsverwaltung in GE wird im TMS beim Prüfen und Senden des Versandantrages aufgerufen, sofern in den Stammdaten Zoll → Firmenstamm Freier Verkehr eine GE-Niederlassung zum Teilnehmer eingetragen und eine GRN im Versandantrag erfasst ist.
Der Webservice dient dazu, die Höhe der Auslastung der Bürgschaft vor dem Senden zu prüfen.
Hierdurch wird ein unnötiges Senden an GE und der Erhalt einer Fehlerrückmeldung der Schnittstelle minimiert.
Es wird der aktuelle Buchungsbetrag (=Sicherheitsbetrag) gegen die Freie Sicherheit geprüft.
Das Ergebnis wird in einem Dialogfenster dargestellt und der Anwender kann im Falle einer hohen Auslastung der Bürgschaft den Sendevorgang abbrechen.
Für das Senden im Falle eines Fehlbetrags wird die Berechtigung SENDNCTSBUERG benötigt.
In den Adressstammdaten des Bürgschaftsinhabers kann im Reiter Zoll → NCTS Sicherheiten ein Prozentsatz hinter der entsprechenden Bürgschaft eingetragen werden, ab dem das Dialogfenster im TMS beim Prüfen gegen den Webservice angezeigt wird. Sofern die Bürgschaft zu diesem Prozentsatz ausgelastet ist, öffnet sich das Dialogfenster.
Ist kein Wert hinterlegt, greift der Standardwert 90%.
Voraussetzungen für den Webservice
Die Erreichbarkeit der CargoSoft API muss gewährleistet sein.
Die Basis-URL: https://buergschaft.api.cargosoft.de/ muss freigeschaltet sein!In ZODIAK GE muss ein Benutzer cs-rest mit der Berechtigung REST angelegt sein.
Dieser User wird durch CargoSoft angelegt.
In den TMS Stammdaten Zoll → Firmenstamm Freier Verkehr muss das Feld DAKOSY GE Niederlassung gefüllt sein.
In den TMS Stammdaten Admin → Urls müssen folgende Parameter angelegt sein:
Die Schlüssel und kundenunabhängigen Daten werden per Updateskript der Version 2025.1 angelegt.
Die Werte für die kundenabhängigen Daten werden manuell durch CargoSoft generiert und hinterlegt.
Um den Aufruf des Webservices auszuschalten, kann in der Datenbank folgender Schalter gesetzt werden:
INSERT INTO global_sett_t (schluessel, wert) VALUES('STOP_NCTSV_BUERG_API', 'J');
Ist der Webservice nicht erreichbar, ist das Senden des Versandantrages trotzdem möglich!
Versandantrag mit Bürgschaftsdaten senden
Wird im TMS ein Versandantrag mit Bürgschaftsdaten wie Sicherheitsbetrag und GRN erfasst, wird mit der Verarbeitung in ZODIAK GE automatisch eine Reservierung im Bürgschaftskonto angelegt.
Aus dem TMS wird KEINE Be- bzw. Entlastungsnachricht, wie bei ZODIAK Classic, gesendet.
Attribut in der Schnittstelle | Beschreibung | Beispielwert |
VA1180 | [Sicherheit] Art der Sicherheitsleistung | 1 |
VA1215 | [Sicherheitsleistung] Laufende Nummer | 1 |
VA1217 | [Sicherheitsleistung] Währung | EUR |
VA1211 | [Sicherheitsleistung] Betrag | 5000,00 |
VA1212 | [Sicherheitsleistung] GRN | 24DE0000000012345 |
VA1213 | [Sicherheitsleistung] Zugriffscode | ABCD |
VA1921 | [Sicherheitsleistung] Kommentar | Bezugsnummer |
Mit dem Senden des Versandantrages setzt das Kommunikationsprogramm das Statusfeld ”Bürgschaft belastet” im Reiter Übersicht (eanctsko_t.status_buerg) = R (für Reservierung).
Es wird ein gelber Haken im TMS angezeigt.
Belastung der Bürgschaft und Versandantrag erfolgreich an ATLAS übertragen
Wird die Überlassung (Nachricht MR) verarbeitet, wird das Statusfeld ”Bürgschaft belastet” im Reiter Übersicht (eanctsko_t.status_buerg) = J gesetzt.
Es wird ein grüner Haken im TMS angezeigt.
Belastung der Bürgschaft nicht erfolgreich
Ist eine Belastung der ZODIAK-Bürgschaft nicht möglich, da z.B. die freie Sicherheit nicht ausreicht, erhält CargoSoft eine negative Boxquittung (Nachricht BQ, GE) von ZODIAK.
Das Senden an ATLAS wird in diesem Fall von GE unterbunden!
Der Antrag läuft auf einen Fehler, der im Reiter Übersicht und Historie angezeigt wird.
Die Statusfelder “Fehler” und ”Bürgschaft belastet” im Reiter Übersicht (eanctsko_t.status_buerg) werden = N gesetzt.
Es wird ein rotes Kreuz im TMS angezeigt.
→ Der Antrag kann im TMS freigeschaltet werden, eine Korrektur der Bürgschaftsdaten vorgenommen und erneut gesendet werden.
Der Antrag wird vom Kommunikationsprogramm mit der Aktion REPLACE gesendet.
Belastung der Bürgschaft erfolgreich, aber Fehler im Versandantrag
Wird lediglich eine fachliche Fehlerrückmeldung verarbeitet, wird das Statusfeld “Fehler” = J gesetzt.
Es wird ein rotes Kreuz im TMS angezeigt.
→ Der Antrag kann im TMS freigeschaltet werden, eine Korrektur der Antragsdaten vorgenommen und erneut gesendet werden.
Der Antrag wird vom Kommunikationsprogramm mit der Aktion REPLACE an die Box gesendet.
Wurde eine Reservierungsbuchung in GE angelegt und erfolgt danach eine fachliche Fehlermeldung, welche nicht im Versandantrag korrigiert wird (Antrag bleibt unbearbeitet fehlerhaft), so wird die Reservierungsbuchung NICHT automatisch sofort in GE aufgehoben.
Es ist manuell ein interner Storno in der GE Bürgschaft vorzunehmen.
Ein automatisches Löschen von Bürgschaftsreservierungen ist im Standard nach 14 Tagen in GE konfiguriert.
Entlastungsmeldung
Mit der Gestellung des T1-Dokumentes per NCTS-Empfang und dem Senden des Entladekommentars, wird zollseitig die Nachricht MA Anrechnung der Referenzbeträge generiert und das Bürgschaftskonto automatisch in GE entlastet.
Wird ein Versandantrag zollseitig storniert / für ungültig erklärt, erfolgt aufgrund der Zollrückmeldung ebenfalls eine automatische Entlastung des Bürgschaftskontos in GE.
Mit Verarbeitung dieser Rückmeldung im ursprünglichen Versandantrag im TMS wird das Statusfeld ”Bürgschaft entlastet” im Reiter Übersicht (eanctsko_t.status_buergdish) = J gesetzt.
Es wird ein grüner Haken im TMS angezeigt.